Projektbeschreibung
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Worum geht es in diesem Projekt?

Ein theaterpädagogisches Präventionsprogramm zum Thema „Sexuelle Gewalt gegen Kinder“: Kinder werden ermutigt, ihren Nein-Gefühlen zu vertrauen, anderen davon zu erzählen und sich Hilfe zu holen.

Was bewegt das Projekt in der Region?

Mit Hilfe dieses Projektes können in der Gemeinde Laer/Holthausen flächendeckend alle Kinder, die hier wohnen und zur Grundschule gehen erreicht werden. Das Projekt thematisiert das schwierige und oft tabuisierte Thema des sexuellen Missbrauchs, sensibilisiert die Kinder dafür, auf ihr individuelles Bauchgefühl zu hören, und stärkt sie, in ihrer Fähigkeit NEIN zu sagen. So können nicht nur in Einzelfällen schwere physische und psychische Folgen verhindert werden, sondern alle Kinder können ihrer Zukunft selbstbewusster entgegen gehen. Dies wird sich auch positiv auf die Gesellschaft und das soziale Miteinander auswirken.

Warum sollte dieses Projekt unterstützt werden?

Sexueller Missbrauch ist sicher eines der beängstigendsten Themen, denen man als Eltern ausgesetzt ist. Und führt zwangsläufig zu der Frage: „Wie kann ich mein Kind schützen?“. Viele Eltern fühlen sich hier überfordert: Auf der einen Seite möchte man die Kinder für das Thema sensibilisieren, so dass sie den Ernstfall rechtzeitig erkennen und sich vielleicht wehren können. Auf der anderen Seite möchte man sein Kind nicht verunsichern und unnötig ängstigen. Eine schwierige Situation! Daher unterstützen wir als Förderverein schon seit Jahren das Projekt „Mein Körper gehört mir“. Nicht, um die Eltern von ihrer Verantwortung freizusprechen, aber um die familiäre Präventionsarbeit zu unterstützen und zu ergänzen. Oft fällt es nach Durchführung des Projektes leichter, auch in der Familie über das Thema „Sexueller Missbrauch“ zu sprechen. Da unsere finanziellen Möglichkeiten begrenzt sind, hoffen wir, dass es uns durch Ihren finanziellen Beitrag auch in Zukunft möglich sein wird, die Durchführung dieses hervorragenden Projektes für alle Kinder in Laer und Holthausen zu gewährleisten!

Kinder, Lehrer und Eltern sind sehr überzeugt von der Sinnhaftigkeit dieses Präventionsprojektes. Dies wurde auch in einer Umfrage bei Eltern und Lehrern im Februar 2016 deutlich: mit einer Durchschnittsnote von 1,6 (Schulnoten: 1 = sehr gut bis 6 = ungenügend) hat dieses Projekt hervorragend abgeschnitten.

Doch nicht nur in Laer ist die Evaluation positiv ausgefallen:
Vom Januar 2006 bis zum Oktober 2007 wurde an Düsseldorfer Grundschulen untersucht, was der Einsatz von „Mein Körper gehört mir!“ bewirkt (Klinik für psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Heinrich-Heine Universität und Rheinischen Kliniken Düsseldorf).
Die wichtigsten Ergebnisse: Ein Großteil der Schüler und Schülerinnen beurteilte „Mein Körper gehört mir!“ als gut bzw. sehr gut. Mehr als 90 Prozent gaben an, dass sie das Stück stark gemacht und gezeigt habe, was zu tun sei, damit ihnen geholfen wird.
Fast 95 Prozent der Lehrer und Eltern würden eine erneute Durchführung von „Mein Körper gehört mir!“ befürworten. Insgesamt beurteilten 75 Prozent der Lehrer das Projekt als sehr positiv, rund 23 Prozent als positiv.
Vor Beginn des Theaterprojektes war das Thema sexueller Missbrauch in der Evaluations- wie der Kontrollgruppe nur wenig präsent. Nach dem Theaterprojekt gaben mehr als doppelt so viele SchülerInnen der Evaluationsgruppe im Vergleich zu den SchülerInnen der Kontrollgruppe an, über sexuellen Missbrauch im Unterricht gesprochen zu haben. Mehr als 75 Prozent der Kinder sprachen mit ihren Eltern über das Thema sexuelle Gewalt.

Comenius EduMedia Medaille 2011
„Mein Körper gehört mir!“ hat von der Gesellschaft für Pädagogik und Information (GPI) für seine hohe didaktische Qualität die begehrte Auszeichnung Comenius EduMedia Medaille erhalten, die wohl bedeutendste deutsche und europäische Auszeichnung für Bildungsmedien und didaktische Multimediaprodukte.

Wie wird das Projekt umgesetzt?

„Mein Körper gehört mir!“ ist eine interaktive Szenencollage in drei Teilen, die Jungen und Mädchen der dritten und vierten Grundschulklassen in altersgemäßer Sprache an die Thematik des sexuellen Missbrauchs heranführt. An unserer Grundschule wurde das Projekt viele Jahre für die dritten Klassen angeboten, aufgrund der Termindichte, aber nun ins vierte Schuljahr verlegt.

Zwei Theaterpädagogen zeigen Alltagsszenen (wie eine Fahrt im Bus, eine Situation beim Tennisunterricht) in denen aufeinander aufbauende Themenbereiche zu den unterschiedlichen Facetten sexueller Gewalt erarbeitet werden. Eine besondere Bedeutung hat hierbei die Interaktion. Die Kinder werden angeregt Fragen zu stellen, Vorschläge zu machen und sich allgemein mitzuteilen. Sie lernen durch das Theaterstück Verhaltensweisen, mit denen sie sich in schwierigen Situationen besser schützen können. Sie lernen, sich auf ihre Gefühle zu verlassen und bei Vertrauenspersonen Hilfe zu suchen. „Mein Körper gehört mir!“ stärkt Kinder darin, ihre Gefühle bewusst wahrzunehmen und ihren Signalen zu trauen.

Alle vier Jahre findet ergänzend ein Elternabend statt, um die Eltern umfassend zu informieren und in die Präventionsarbeit einzubeziehen. Die Eltern erleben wie die Kinder alle drei Spielszenen, so dass sie genau wissen, was ihre Kinder erwartet.
In diesem Schuljahr wird das Projekt am 25. April, 2. und 9. Mai 2017 für die drei vierten Klassen der Werner-Rolevinck-Schule in Laer durchgeführt.

Für den gesamten vierten Jahrgang belaufen sich die Kosten auf circa 1000 €. Hinzu kommen allerdings die Kosten für den Elternabend (ca. 500 €), welcher allerdings nur alle 4 Jahre durchgeführt wird. Da wir jedoch auch immer einen geringen Elternbeitrag erheben, haben wir das Spendenziel mit 1000 € angegeben. Sollten wir das Spendenziel nicht erreichen können, würde der Förderverein die verbleibenden Kosten übernehmen. Sollten wir sogar das Spendenziel übertreffen, würden wir das Geld für den Elternabend und ggf. den nächsten Jahrgang verwenden.

Wer steht hinter diesem Projekt?

Natürlich die Veranstalter: Die theaterpädagogische werkstatt gGmbH Osnabrück
Die theaterpädagogische werkstatt gGmbH Osnabrück entwickelt seit 1994 Präventionsprogramme zu Themen wie sexueller Missbrauch, Sucht, Gewalt und Rechtsradikalismus. Eine herausragende Stellung im Bereich Präventionstheater in Deutschland hat das von der theaterpädagogischen werkstatt entwickelte Stück „Mein Körper gehört mir!“. Dieses Theaterkonzept, das neben dem szenischen Spiel viel Raum für Interaktionen mit den Kindern lässt, hat sich bewährt und „Mein Körper gehört mir!“ ist längst zum Klassiker präventiver Theaterarbeit geworden.
Die tpw arbeitet langjährig u. a. eng mit regionalen und bundesweit organisierten Beratungsstellen, dem Kinderschutzbund und Kommissariaten zusammen. Neben dem Engagement verschiedener MitarbeiterInnen in Gremien und Institutionen der Theaterpädagogik ist Anna Pallas langjährig im geschäftsführenden Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung e. V. (DGfPI), einem Zusammenschluss von ca. 800 Fachkräften (Einzelpersonen und Institutionen) aus dem gesamten Bundesgebiet und dem angrenzenden Ausland, die sich gemeinsam zum Ziel gesetzt haben, aktiv für eine Verbesserung des Kinderschutzes einzutreten.

Natürlich die Schule:
Für die Schulleitung und das Kollegium der Werner-Rolevinck Schule ist das Projekt „Mein Körper gehört mir“ von elementarer Bedeutung für die Entwicklung der Kinder. Mahnungen wie "Geh nicht mit Fremden!" richten das Schuldempfinden des Kindes auf sich selbst. Dieses Programm zeigt hingegen, wie falsch diese Strategie ist: Bei sexuellem Missbrauch trägt die Schuld nie auch das Opfer, sondern immer nur der Täter. Der Schüler lernt, dass sein Körper sein persönliches Eigentum ist, für das er Mitverantwortung trägt. Das Programm stärkt sein Ich, sein Selbstvertrauen, seine Bereitschaft zur Abwehr von Übergriffen und zur Suche nach der Hilfe Dritter.

Und natürlich der Förderverein:
Der Förderverein der Werner-Rolevinck-Schule Laer e. V. unterstützt seit 2007 (getragen von engagierten Eltern und LehrerInnen) die pädagogische Arbeit der Grundschule. Für uns stehen immer die Kinder im Vordergrund und wir stellen sicher, dass von unserer Unterstützung stets alle Kinder der Schule profitieren.
Neben der Anschaffung besonderer und ergänzender Materialien, ist vor allem die kulturelle Bereicherung des Schullebens Teil unserer Zielsetzung. Daher haben wir in den letzten Jahren unter anderem das TheaterStarter-Projekt der Städtischen Bühnen Münster (jedes Jahr für die Jahrgänge 1 bis 3), das Zirkusprojekt (alle 4 Jahre für die gesamte Schülerschaft), museumspädagogische Tage im Naturkundemuseum Münster, einen Trommelworkshop und vieles mehr ermöglicht.
Ein absolutes Highlight stellt für uns das Präventionsprojekt „Mein Körper gehört mir“ dar, das abgesehen vom Unterhaltungsfaktor hervorragende pädagogische Arbeit leistet und uns inzwischen unerlässlich erscheint!
Um all dies zu ermöglichen, sind wir natürlich auf ehrenamtliche und finanzielle Unterstützung angewiesen. Abgesehen von den Mitgliedsbeiträgen und großzügigen Spenden unserer Sponsoren, erhöhen wir unsere Einnahmen durch verschiedene regelmäßige Aktionen (wie z. B. das Laerer Entenrennen und die Weihnachtstombola auf dem Weihnachtsmarkt). Doch auch Gelegenheiten wie diese (Einfach.Gut.Machen.) möchten wir nutzen, um unseren eingeschlagenen Weg weiter verfolgen zu können. Bitte helfen Sie uns dabei!

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Dieses Projekt endet am 11.02.2017 um 23:59 Uhr.
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